Verliebt in Hamburgs Architektur

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Andrés Lin wuchs als Sohn taiwanischer Einwanderer in Costa Rica auf. Vor 12 Jahren zog er fürs Studium nach Hamburg und verliebte sich in die Hansestadt – und das architektonische Wilhelmsburg.

Autor

Kerstin Gressnich

Kerstin Gressnich ist freie Filmemacherin und Social Media Ninja aus Hamburg.

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Auf seinem Instagram Kanal @anlinsh spiegelt sich Andrés' Liebe zur Hamburg wider: Es gibt kaum einen Winkel der Stadt, den er nicht durchstreift hat. Der 31-Jährige fotografiert hauptsächlich mit dem Smartphone, vor allem die Architektur in Wilhelmsburg hat es ihm angetan – wie die einzigartigen Gebäude, die während der internationalen Bauausstellung entstanden sind.

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Andrés, warum hast du dich für ein Leben in Hamburg entschieden?

Als ich die Zusage für die Uni in Hamburg bekam, wusste ich nicht viel über die Stadt außer, dass sie im Norden Deutschlands liegt und dass die Beatles hier groß geworden sind. Aber mittlerweile ist Hamburg zu meiner neuen Heimat geworden. Ich habe gelernt die grauen nebligen Tage zu lieben und jede sonnige Minute draußen an der Alster, der Elbe oder im Stadtpark zu genießen. Ich finde Hamburg bietet alle Möglichkeiten einer weltoffenen Großstadt ohne dabei unübersichtlich oder erdrückend zu wirken. Vor allem wenn man weit weg von Kindheitsfreunden und Verwandten wohnt, sind gute Freunde sehr wichtig, um in einer Stadt Fuß zu fassen. Ich habe das große Glück hier in Hamburg eine coole internationale Truppe zu haben, die wie eine zweite Familie für mich ist und die ich auch ganz stark mit dieser Stadt verbinde.

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Du fotografierst du hauptsächlich mit dem Handy – was sind die Vor- und Nachteile dabei?

Das Handy hat man immer dabei und kann somit auch spontan Momente schnell und bequem festhalten, ohne erst ein Objektiv oder Stativ auspacken zu müssen. Praktisch ist auch, dass die Fotos direkt verfügbar sind und man sie sofort bearbeiten, teilen oder einfach hochladen kann. Nachteilig ist natürlich, dass man Personen und Gegenstände, die weiter entfernt sind, nicht gut fotografieren kann, weil kein optischer Zoom zur Verfügung steht. Außerdem ist es bei schlechten Lichtverhältnissen schwieriger Fotos in guter Qualität zu machen.

Für mich sind Bildkomposition, Licht und Perspektive sehr wichtig für ein gutes Foto. Ich versuche meine Motive von verschiedenen Seiten und Positionen zu fotografieren, um am Ende das beste Foto auswählen zu können. Bei bewegten Bildern, z.B. wenn jemand springt oder eine Möwe vorbeifliegt, mache ich gerne Serien und wähle anschließend. Besonders schönes Licht hat man, wenn die Sonne etwas tiefer liegt und dadurch lange Schatten entstehen, die eine neue Bildebene erzeugen.

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Hast du auf Instagram internationale Vorbilder?

Es gibt natürlich viele richtig tolle Profile auf Instagram, viele machen – genau so wie ich – hauptsächlich Fotos mit ihrem Handy. Sehr inspirierend finde ich dabei z.B. Dev @devdxb aus Indien und Dmitry @dimikangaroo aus Moskau, die mit wirklich tollen Handy-Fotos glänzen, oder wenn Bilder trotz oder gerade wegen ihrer Einfachheit beeindrucken, wie z.B. die Bilder von George @george__franklin aus Rom oder Aki @akisato aus Japan.

Andrés, Danke für das Gespräch und ahoi!

Wir sprechen regelmäßig mit Fotografen aus Hamburg und der Welt, die mit ihrer Kamera in Hamburg auf Entdeckungstour gehen. #instagrammerahoi