„Billy Elliot”-Musicaldarsteller entdeckt Hamburg

Standing Ovations für Emile Gooding

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Ballett, Gesangsproben, Schulstunden und natürlich die allabendliche Vorstellung: Die 23 Kinderdarsteller, die gerade mit der Crew des Londoner Erfolgsmusicals Billy Elliot in Hamburg gastieren, haben ohne Frage volles Programm. Weit weg von Zuhause erleben sie aber gleichzeitig auch ein gigantisches Abenteuer. Zum Abschluss der Tour durch Großbritannien tanzt, singt, schimpft und lacht sich die aktuelle Besetzung noch bis zum 23. Juli achtmal pro Woche in die Herzen des Hamburger Publikums.

Autor

Anne Kleinfeld

Anne mag Sachen mit Witz, Musik und Liebe und ist von menschlichen Eigenarten fasziniert. Am besten schreibt sie spät abends mit einer sonderbaren Katze auf dem Schoß.

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Hauptfigur der preisgekrönten Bühneninszenierung mit Musik von Sir Elton John ist der kleine Billy aus dem Minenarbeiter-Milieu, der eigentlich boxen lernen soll, aber so viel lieber tanzen möchte. Im Mehr! Theater am Großmarkt wird er Abend für Abend abwechselnd von vier jungen Talenten verkörpert. Einer von ihnen ist der 12-jährige Emile Gooding, der Presse und Publikum schon bei der Premiere am 29. Juni schwer beeindruckte. Wir haben ihn uns zwischen zwei Proben für ein paar Fragen geschnappt.

Hi Emile! Du stehst jetzt seit etwa zwei Wochen in Hamburg auf der Bühne. Was war dein größter Moment bisher?

Vermutlich die Premierenvorstellung, da hab ich sehr viel Applaus bekommen und das Publikum war richtig laut. Mir ist zwar aufgefallen, dass die deutschen Zuschauer oft an ganz anderen Stellen lachen als die englischen, aber das war echt total cool.

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Nach Aufführungen auf fünf Kontinenten ist die englische Originalproduktion des Musicals "Billy Elliot" nun in Hamburg zu sehen.

Hast du denn zwischendurch auch ein bisschen Freizeit?

Ja, natürlich haben wir Zeit zum Entspannen. Meistens telefonieren wir dann mit unseren Eltern. Wir rufen unsere Familien jeden Tag zum Mittag und Abendessen an, ab und zu skypen wir auch. Manchmal bekomme ich trotzdem ein bisschen Heimweh, aber die anderen Kinder und unsere Betreuer sind total nett und helfen mir dann, darüber hinwegzukommen.

Konntest du auch schon ein bisschen was von Hamburg sehen?

Wir waren schon ein paarmal im Park Planten un Blomen, an einem unserer freien Tage haben wir außerdem das Hamburg Dungeon besucht – das war witzig, aber auch ganz schön gruselig! Am besten fand ich die Fahrt mit dem Drop Down am Ende. Gestern haben wir dann mit einem großen Boot eine Hafenrundfahrt gemacht. Die dauerte etwa eine Stunde und ich fand’s super, obwohl es geregnet hat. Danach ist eine Gruppe ins Miniatur Wunderland gegangen, aber ich nicht, ich war mit einem anderen Team in der Europa Passage. Dort gibt es einen Fotoautomaten, da drin hab ich mit den anderen Kindern Fotos gemacht und mein ganzes Taschengeld ausgegeben.

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Teilt sich die Rolle als "Billy Elliot" mit drei anderen Jungen: Emile Gooding.

Wusstest du schon irgendwas über Hamburg, bevor du angekommen bist?

Eigentlich hab ich Hamburg bis dahin nur mit Hamburgern verbunden. Dabei mag ich Burger gar nicht besonders, ich mag Pommes. Und Schokolade.

Würdest du gern noch etwas Bestimmtes unternehmen, bevor es zurück nach London geht?

Ich kenne mich leider nicht so gut aus, weil ich ja erst so kurz hier bin und wir so viel um die Ohren haben. Aber ich möchte total gerne im Meer schwimmen, wenn es mal warm ist.

Vielen Dank, Emile. Und ahoi!

Fotos: Anne Kleinfeld und Allastair Muir

Billy Elliot ist noch bis zum 23. Juli im Hamburger Mehr! Theater am Großmarkt zu sehen. Tickets und weitere Infos gibt es hier

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